Kleine Schritte, neue Ideen
Im Park, zwischen fallenden Blättern und schönen Momenten, entsteht meine Art, auf Ideen zu kommen. Ich erzähle von Fancy Friday, dem Club der kleinen Dinge und meinem 1-Euro-Gedanken. Und ich erkläre, warum meine heutige Arbeitsweise so anders ist als damals in meinem Grafikdesign-Beruf.
Das Kleine zelebrieren
Fancy Friday & der Club der kleinen Dinge
Ich bin im Park, und ab und zu rieseln einzelne Blätter von den Bäumen. Die Blätter sehen für mich wie Sterne aus. Eigentlich wie langsame Sternschnuppen 🥰
Ich wollte von meiner neuen Idee erzählen: Fancy Friday. Ich weiß nicht mehr genau, ob mir der Gedanke an einem Donnerstag oder Freitag kam. Ich sage mal, Freitag. Hupps, und gerade kommt noch eine Idee dazu: Club der kleinen Dinge. Ich weiß noch nicht, wohin das gehört, aber es fühlt sich nach Slo-Mo-Welt an. Meine Seele reagiert zur Zeit sehr stark auf kleine Dinge.
Der 1-Euro-Gedanke
Ich erzähle mal von meinem „Fancy Friday“: In letzter Zeit habe ich viel über diese kleinen Dew Drops nachgedacht – winzige Glas-Cabochons – überhaupt: kleine Bastelsachen, kleine Stoffbuttons. Solche süssen Mini-Freuden-Ideen. Also, noch mehr Bastelideen, die ich an meine lange Warteschlange von Ideen anreihe 😅
Aus all dem entstand die Idee, jeden Tag 1 Euro beiseite zu legen. Das wirkt für mich viel angenehmer als „7 Euro pro Woche“. Sieben Euro fühlen sich wie ein Brocken an. Mathematisch ist es egal, aber große Summen überfordern mich sofort und machen mir Angst, dass ich zuviel Geld, das ich mir nicht leisten kann, beiseite tue.
Also, von Buttons kam ich auf Münzen, und zwar 1-Euro-Münzen. Und dachte bei mir, wenn ich jeden Tag eine Münze beiseite tue, dann ist das doch eine schöne und minimalistische Art, zu sparen. Man muss ja schliesslich auf sich aufpassen, wenn man nicht viel verdient, nicht viel arbeiten kann. Ich werde das organisieren. Irgendwie muss es doch zu machen sein. Ich werde berichten, wie ich das mache. Haha, könnte eine Aktion werden 😉
Kleine Münzen, kleine Schritte
Die Freude an dieser einen kleinen Münze hat etwas Seelenfreundliches. Ich möchte diese Freude an kleinen Dingen bewusster kultivieren.
Hier im Park duftet es gerade sehr schön. Liguster, Efeu, Amberbäume. Und einer der wenigen Nadelbäume hier, einer der Arten, die im Herbst und Winter ihre Nadeln verlieren. Genau danach riecht es.
Viele Projekte gleichzeitig
Vergiss den perfekten Zeitpunkt
Ich habe gemerkt, dass es keinen perfekten Zeitpunkt gibt, um etwas anzufangen. Und ich habe keine Angst mehr davor, vieles parallel zu starten, auch wenn es lange dauert. Seeeeehr lange dauert. Die Popomatte liegt schon ewig auf Eis, aber ich weiß, dass sie irgendwann umgesetzt wird. Alle meine Ideen werden umgesetzt.
Alles darf parallel existieren
Dieses parallele, wenn auch schleppende Arbeiten hilft mir sogar. Durch diese ungewöhnliche Art, Projekte anzugehen – vor allem im Vergleich zu meinem früheren Beruf als Grafikdesignerin – bleibe ich im Fluss. Neue Ideen kommen ständig. Und ich halte sie nicht künstlich auf.
Warum es für mich ungewöhnlich ist
Wenn ich sage, dass diese Art ungewöhnlich ist, dann wegen meiner früheren Arbeit als Grafikdesignerin.
Damals musste alles priorisiert werden. Es gab Deadlines, Zeitdruck, klare Entscheidungen. Manche Ideen wurden sofort umgesetzt, andere verworfen. Alles musste schnell gehen.
Heute mache ich alles langsam
Heute ist es das Gegenteil
Heute mache ich alles langsam. Ich lasse viele Ideen parallel leben. Manche warten Monate, manche Jahre. Das hilft sogar, dass ich im Fluss bleibe und dass noch mehr Ideen kommen. Und warum soll ich die aufhalten? Nur weil ich sage, ja, Idee 1 hast du noch gar nicht umgesetzt, jetzt halt mal Idee 10 einfach an? Nee, das mache ich nicht. Ich werde nichts anhalten. Was ich schaffen kann, schaffe ich, und was ich nicht schaffen kann, schaffe ich gerade nicht. Aber ein anderes Mal sicherlich, wenn's mich reizt.
Meine Situation ist nicht für immer
Ich weiß, dass ich nicht für immer die gleiche Person bin, nicht für immer die gleiche Energie habe, nicht für immer in der gleichen Situation lebe. Also weiß ich: Irgendwann werden alle Sachen umgesetzt. Und die werden mir nach wie vor eine Freude sein.
Für andere könnte es seltsam wirken, wenn man sagt: „Ich lege das beiseite und mache etwas anderes.“ Manche könnten denken, man ziehe nichts durch. Für mich fühlt es sich aber so an: Ich will alles machen, und ich glaube daran, dass ich alles schaffen kann – gerade weil ich mir Zeit lasse.
Ich setze meine Ideen so weit um, wie es gerade möglich ist – finanziell, zeitlich, energetisch. Energie ist das Hauptthema in meinem Leben. Wenn ich ein bisschen Energie habe, mache ich einen kleinen Schritt. Beim nächsten Energieschub kommt der nächste Schritt.
Nichts unter Druck setzen. Allen Träumen nachgehen. Und der Zeit vertrauen.
