Tracking und Routenplanung

Meine Welt ist geschrumpft

Heute mache ich mit Sally eine Mini-Runde durch den Park und probiere dabei aus, wie mir Apps wie Strava und Footpath helfen können. Es geht um Kilometer, Bankpausen und darum, wie sehr sich meine Gehstrecke verändert hat das letzte Jahr. In meiner Langsamkeit entdecke ich nebenbei ein Baum, und mehr...

Eine müde Mini-Runde mit Sally

Unter der falschen Douglasfichte

Heute sitze ich unter der Douglasfichte im Park (und finde später heraus, das ist keine Douglasfichte. Das nächste mal auf dieser Bank frage ich Google Lens). Direkt hinter der Bank sind auch noch Büsche mit weißen Blüten. Keine Ahnung, was das für welche sind 😉. Aber die kleinen Blüten sind sehr hübsch, wie Sternchen.

 

Ich mache eine Minirunde mit Sally. Wir kamen wie gewohnt in den Park rein, trafen auf ein paar Hunde und deren Besitzer und schafften es, eine Bank zu übergehen, und jetzt sind wir hier, schön im Schatten.

 

Obwohl es nach der kleinen Hitzewelle heute bewölkt ist, ist es immer noch schwül und schwer und sehr warm. Obwohl ich sehr müde bin – ich geniesse es, hier zu sitzen und die Büsche und das Grün und die Gerüche zu verinnerlichen. Ich merke, ich bekomme viel mehr mit seit dem ich langsamer gehe.

 

 

 

 

footpath route planner


Footpath Route Planner und Strava

Heute habe ich angefangen, die Apps Strava zu benutzen und Footpath Route Planner. Mit Footpath kann man die Wege, die man gehen möchte, einfach auf der Karte vorab nachzeichnen, und die App sagt einem, wie viele Kilometer das sind. Das finde ich ganz praktisch, wenn ich meinem Arzt erzählen möchte, wie weit ich gehen kann. Vor allem, mit Vergleich zu früher, vor einem Jahr.

 

Bei Strava startet man die Aufzeichnung, wenn man das Haus verlässt, und stoppt sie wieder, wenn man nach Hause kommt. Dann kann man sehen, wie viele Kilometer man gegangen ist und wie viel Zeit vergangen ist. Ich weiß noch nicht, ob man dort auch Notizen hinzufügen kann, damit ich zum Beispiel aufschreiben kann, dass ich mich auf drei Bänken ausgeruht habe oder noch im Supermarkt war. Das wäre für mich sehr praktisch.

Kurz vor knapp nach Hause

Nach einer Pause, in der Sally mir hilft, einen Knäcke-Sandwich mit Leberwurst zu vertilgen, gehen wir weiter, zu den nächsten Bänken um uns wieder auszuruhen, bevor wir hundert Schritte weiter beim Supermarkt ankommen, wo ich kurz einkaufe.

 

Dann ab nach Hause, und keine Sekunde zu früh, denn jetzt geht es merklich schleppend voran. Ich gehe sehr, sehr langsam nach Hause. Die Einkaufstüte kommt mir so schwer vor.

Bankpausen auf der Karte wiederfinden

Zuhause, auf der Couch, sehe ich, ich kann auch in Footpath eine Aufzeichnung starten. Das probiere ich das nächste Mal aus und schaue mal, ob sie genauso fein definiert ist wie bei Strava.

 

Bei Strava konnte ich sogar erkennen, wo ich auf einer Bank gesessen habe, weil ich mich dort wahrscheinlich ein paar Mal gedreht habe, um meine Sachen von der Bank zu sammeln.

Das nächste Mal werde ich einen kleinen Kreis neben den Bänken beschreiben, damit ich sie sofort wiedererkenne 😄

1,8 Kilometer und drei Bankpausen

Dank Strava weiß ich, dass ich heute 1,8 Kilometer gegangen bin (inklusive die Runden im Supermarkt) und ungefähr 41 Minuten gebraucht habe. Ich habe schließlich auf drei Bänken Halt gemacht und war kurz im Supermarkt, um noch ein bisschen fürs Wochenende einzukaufen, hauptsächlich Fleisch.

 

Ich muss meine Familie galvanisieren, dass sie einmal die Woche an meiner Stelle einen Großeinkauf macht, um mir Kräfte zu sparen. Lieber bin ich zehn Minuten länger im Park mit Sally, als dass ich mich im Supermarkt müde mache und den armen Hund total frustriere.

Sie ist ohnehin etwas frustriert, dass ich nur so kleine Kreise drehe.

Was die Zahlen sichtbar machen

Der Vergleich mit früher ist ernüchternd

Ich habe es jetzt ausgewertet, indem ich in Footpath meine Runden von früher eingezeichnet habe:

 

Vor etwa einem Jahr, im April, kurz bevor ich anfing zu arbeiten, konnte ich eine Vier-Kilometer-Runde zu Fuß machen, die Sally natürlich mit dabei. In diesen vier Kilometern war auch öfters ein Abstecher in den Supermarkt enthalten.

 

Normalerweise saß ich während der Runde auf einer Bank, und wenn es mir nicht so gut ging, brauchte ich zwei Bankpausen.

 

Jetzt schaffe ich nicht einmal zwei Kilometer und brauche zwei bis drei Bankpausen.

 

An schlechten Tagen schaffe ich knapp über einen Kilometer und brauche dabei zwei Bankpausen.

 

Wenn‘s energetisch klappt, ist ein Abstecher zum Supermarkt mit eingebaut.

 

Ein paar mal habe ich mich da aber verschätzt. Dann musste ich mich vom Supermarkt abholen lassen. Die Glieder werden wie Blei, ich werde kurzatmig und entsetzlich müde, manchmal wird’s mir schwindlig. Ich rufe Zuhause an während ich an der Kasse bin. Ich setze mich dann auf die tiefe, breite Fensterbank drinnen und lehne mich gegen das Glas und warte während Sally, noch angeleint in der Tür, mich fragend beobachtet.

 

Übrigens habe ich mittlerweile herausgefunden, dass Strava die etwas genauere Aufzeichnung macht – die App zeichnet die Irrwege im Supermarkt und die kleinen „Knäuel“ an den Parkbänken genauer nach als Footpath Route Planner.

Die Kieferbank und ein ziemlich schönes Plätzchen

Morgen, Sonntag, bin ich wieder bei der Fichtenbank mit Sally. Nur, der Baum, der hoch über die Bank ragt, hat sich als Schwarzkiefer entpuppt. Das sagt mir Google Lens. Also wird meine Fichtenbank in meine Kieferbank umgetauft.

 

Und der schöne Busch direkt hinter mir ist tatsächlich ein Sternchenstrauch mit weißen Blüten. Und direkt daneben ist ein blühender Brombeerstrauch. Wie hübsch zart-pink und weiss die Blüten sind. Ach, und im Sternenstrauch sammeln sich jetzt ein paar Hummeln und futtern sich satt.

 

Das ist hier doch ein ziemlich schönes Plätzchen 🥰. Das macht die Müdigkeit wett. Nur Sally hat wenig davon und ist auf dem voreiligen Heimweg sichtlich genervt 😄. Die Arme.

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